Der Rechner vergleicht modellhafte Annuitäten. Für eine belastbare Entscheidung brauchst du den tagesaktuellen Ablösebetrag und alle einmaligen Kosten.
Was der Rechner gegeneinanderstellt
Beide Seiten werden mit derselben Annuitätenformel modelliert. Die alte Seite ist die Restschuld, verzinst mit dem alten Effektivzins über die verbleibende Laufzeit. Die neue Seite ist dieselbe Restschuld, verzinst mit dem neuen Effektivzins über die neue Laufzeit, plus die einmaligen Kosten. Die ausgewiesene Differenz ist alte Gesamtkosten minus neue Gesamtkosten inklusive Einmalkosten. Ein positiver Wert heißt Ersparnis, ein negativer Mehrkosten — und das Vorzeichen kippt oft schon bei einer moderaten Verlängerung der Laufzeit.
Die Probe: deine echte Rate
Der Rechner weist die modellierte alte Rate mit aus. Vergleiche sie mit der Rate, die tatsächlich von deinem Konto abgeht. Weichen die beiden deutlich voneinander ab, stimmen deine Eingaben zu Restschuld, Restlaufzeit oder altem Effektivzins nicht. Das ist die schnellste Plausibilitätsprüfung, die es hier gibt — und sie kostet dich einen Blick in den Kontoauszug.
Zwei Zahlen, die nur der alte Kreditgeber kennt
Der Ablösebetrag zu einem bestimmten Stichtag und eine mögliche Vorfälligkeitsentschädigung stehen in keinem Vertrag von vornherein fest. Frage beides schriftlich beim bisherigen Kreditgeber an, bevor du unterschreibst. Die Entschädigung ist dabei nicht beliebig: Bei Allgemein-Verbraucherdarlehen begrenzt § 502 Abs. 3 BGB sie auf 1 Prozent des vorzeitig zurückgezahlten Betrags — 0,5 Prozent, wenn die Restlaufzeit höchstens ein Jahr beträgt — und in keinem Fall auf mehr als die Sollzinsen dieses Zeitraums. Trage den angefragten Betrag in das Feld für die einmaligen Kosten ein.
- ✓Ablösebetrag zum Stichtag anfragen
- ✓Vorfälligkeitsentschädigung schriftlich erfragen
- ✓Beides in die Einmalkosten eintragen
- ✓Erst kündigen, wenn die neue Zusage vorliegt
Niedrigere Rate ist nicht dasselbe wie günstiger
Eine Umschuldung senkt die Monatsrate zuverlässig, wenn die neue Laufzeit länger ist — auch dann, wenn der Zins gleich bleibt oder steigt. Der Gesamtbetrag geht dabei in die andere Richtung. Setze deshalb zuerst die neue Laufzeit auf die alte Restlaufzeit und sieh, was der Zins allein bringt. Erst danach ist es sinnvoll, mit der Laufzeit zu spielen — und dann weißt du, welcher Teil der Entlastung dich später etwas kostet.